Nasenkorrektur: Rhinoplastik / Nasenplastik

 

Operationsmethoden
Grundsätzlich wird zwischen geschlossenen und offenen Rhinoplastiken unterschieden. Bei geschlossenen Eingriffen erfolgt die Operation nur durch die Nasenlöcher, bei offenen Operationen wird ein kleiner Hautschnitt am Nasensteg durchgeführt. 


Viele Operationen können geschlossen durchgeführt werden, hierzu gehören z.B.: die meisten funktionellen Operationen und Nasenscheidewandkorrekturen, Schiefnasen, einfache Höckerabtragung. 


Bei komplexeren Eingriffen wird von Dr. Birchler der offene Zugang bevorzugt, da dies eine bessere Übersicht über die anatomischen Strukturen ermöglicht. Zu diesen Operationen gehören: Korrekturen und Verfeinerungen der Nasenspitze, Verkleinerungen der Nase, komplexe Rekonstruktionen nach Verletzungen oder bei Revisionseingriffen (Korrekturoperationen nach vorgängigen Naseneingriffen).


Bei allen Nasenoperationen werden in Abhängigkeit vom Eingriff verschiedenen Nasenknorpel in der einen oder anderen Art neu geformt. Überschüssiger Knorpel kann entfernt, schwacher Knorpel muss verstärkt werden. Hierzu ist oft der Einsatz von Knorpeltransplantaten notwendig; diese können meist aus dem überschüssigen Nasenscheidewandknorpel geschnitzt werden, in schwierigen Fällen kann sogar der Einsatz von Ohr- oder selten Rippenknorpel notwendig werden. Der Einsatz von Fremdmaterialien ist praktisch nie nötig und nur ganz seltenen Einzelfällen vorbehalten.


Für eine Korrektur der äusseren Nasenform muss der Knochen der Nasenpyramide gebrochen werden. Dies führt im Anschluss zu blauen, geschwollenen Augenlidern und bedarf eines Nasengipses. 

 

Rund um die Operation
Nasenkorrekturen werden in Vollnarkose durchgeführt. In der Regel erfolgt ein stationärer Aufenthalt von 2-3 Tagen, gelegentlich können die Operationen auch ambulant durchgeführt werden. 


Nach der Operation werden für eine Nacht Nasentamponaden zur Vermeidung von Blutungen und Blutergüssen eingelegt. Die Tamponaden sind für viele Patienten das unangenehmste rund um die Operation. Im Gegensatz zu früher werden die Tamponaden nicht mehr für mehrere Tage belassen sondern bereits am 1. postoperativen Tag gezogen. Dies ist zwar nicht angenehm, dank schonenden Materialien aber auch nicht mehr gleich traumatisch wie noch vor einigen Jahren. Gelegentlich werden auch selbstauflösende Tamponaden eingesetzt welche nicht aktiv entfernt werden müssen, der Nachteil hier ist allerdings eine längere Verstopfung der Nase. 


Eine Silikonfolie zum Schutz der Nasenscheidewand kann in der Regel nach 5-7 Tagen schmerzlos entfernt werden, danach ist meist wieder eine teilweise funktionierende Nasenatmung möglich.
Im Falle eines offenen Zuganges werden die Fäden ebenfalls nach 5-7 Tage entfernt. Wenn nötig wird ein Nasengips (meist Thermoplastschiene) angelegt für ein bis zwei Wochen.


Mit Schmerzen und Druck im Kopf / Gesicht ist v.a. während der ersten Nacht zu rechnen, nach Entfernung der Tamponaden bessern sich die Beschwerden meist sehr schnell und die Schmerzen sind gering.
Schwellungen der Nase und Blutergüsse/Schwellungen im Bereich der Augenlider sind von der Art des durchgeführten Eingriffs abhängig. Blutergüsse sind meist nach 2 Wochen nicht mehr erkennbar. Geringe Schwellungen der Nase können länger andauern.


Es ist mit einer Arbeitsunfähigkeit von rund zwei Wochen zu rechnen. Leichtere, nicht körperliche Arbeiten sind aber auch schon nach einer Woche wieder möglich.

 

Verhalten nach der Operation
Ab dem 1. Tag nach der Operation beginnt die selbständige Nasenpflege mit Salzwassersprays und Nasensalbe 3-4x täglich. In regelmässigen Abständen erfolgt in den ersten 2-3 Wochen die Nasentoilette und Wundkontrolle in der Arztpraxis. 


Zur Vermeidung von Nasenbluten sind Schneutzen und sportliche Anstrengungen während den 1. zwei Wochen zu unterlassen.


Im Falle von Korrekturen der Nasenpyramide können Brillen erst nach 4-6 Wochen wieder getragen werden, ansonsten die Nasenflanken verschoben werden könnten. Während den ersten Wochen ist das Tragen von Kontaktlinsen zu bevorzugen, wenn nicht möglich muss eine geeignete Lösung mit dem Optiker gefunden werden, damit die Brille nicht auf die Nasenpyramide drückt.


Blutverdünnende Medikamente wie z.B. Aspirin dürfen nicht eingenommen werden. Der Verzicht auf das Rauchen verbessert die Wundheilung.

 

Risiken und Komplikationen
Grundsätzlich sind Nasenplastiken bei sonst gesunden Patienten sehr sichere Eingriffe. Gefährliche Komplikationen wie schwere Blutungen oder Infektionen sind zum Glück sehr selten. Eine bleibende Geruchsstörung wäre ebenfalls eine sehr seltene, höchst unangenehme Komplikation.


Mögliche Komplikationen sind grössere Blutergüsse im Gesicht, Wundheilungsstörungen mit Gefahr einer Perforation in der Nasenscheidewand oder ein unbefriedigendes Ergebnis. Letzteres ist neben der korrekten präoperativen Analyse und der durchgeführten Operationstechnik auch sehr stark von der Erwartungshaltung des Patienten abhängig. Hier gilt es in einer exakten präoperativen Analyse mit Fotos dem Patienten die Möglichkeiten aufzuzeigen. Grundsätzlich gelten, je realistischer die Erwartungen umso besser die Ergebnisse!


In Abhängigkeit von der Operation können Gefühlsstörungen an der Nasenspitze, am Nasensteg oder an den Frontzähnen auftreten. Diese sind meist vorübergehender Natur. 


Bei Nasenplastiken handelt es sich um 4-dimensionale Operationen an biologischem Gewebe. Das bedeutet der Faktor Zeit mit dem Heilungsverlauf/Vernarbung und dem Alterungsprozess ist ganz entscheidend und muss bereits während der Operation mit berücksichtigt werden. Unliebsame Formveränderungen und Funktionseinbussen könnten sonst unter Umständen auch noch nach längerer Zeit auftreten. Um langfristig stabile Ergebnisse zu erreichen muss unter Umständen der Nasenknorpel so verstärkt werden, dass bei manchen Patienten eine steifere Nasenspitze resultiert. Die meisten Patienten gewöhnen sich jedoch schnell daran und empfinden es nach einiger Zeit nicht mehr als störend. 
 

Alle Patienten werden von uns mindestens 1 Jahr lang mit Fotos nach 3, 6, und 12 Monaten nachkontrolliert.
 

 

 

Dr. Birchler Gesichtschirurgie AG

Dr. med. Manfred Birchler
Spezialist  FMH ORL, Hals- & Gesichtschirurgie

Alpenblickstrasse 20, 8853 Lachen (Schwyz)

 

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